Mehr Pulverfass als Peripherie: Die Papstreise nach Burma und Bangladesch

Warum reist Papst Franziskus nach Burma und Bangladesch? Es ist weniger eine Reise an die Peripherie als mitten in ein Pulverfass hinein, dessen Herausforderungen globalen Rang haben. Wie brisant die Lage allein vor Ort in Burma ist, zeigt die Tatsache, dass der örtliche Kardinal dem Papst empfiehlt, das Wort “Rohingya” nicht einmal in den Mund zu nehmen.

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Nomenklatur des Terrors und das Prinzip der Selbstidentifikation: Warum der Islamische Staat keine Anführungsstriche braucht

Ohne gleich George Orwell in Stellung zu bringen: Wenn unsere Begriffe nicht stimmen, dann stimmt unser Denken, Reden und Handeln nicht. Mit manchmal schlimmen Konsequenzen. Auch im deutschsprachigen Journalismus (und anderen Feldern) gibt es da leider zu viele Beispiele, die einen schaudern lassen.

Etwa der dümmliche Begriff “Verbrechen gegen die Menschlichkeit”, der endlich abgeschafft werden muss.

Wobei wir mit Verbrechen gegen die Menschheit, wie es richtig heißt, schon beim Thema sind: Dem Islamischen Staat.

Seit Wochen, ja, Monaten schreibe ich (und lasse die Redaktion) in der Zeitung über den

selbsternannten “Islamischen Staat”

schreiben, weil ich mich den bestenfalls ungenauen Begrifflichkeiten meiner Kolleginnen und Kollegen nicht anschließen möchte, aber andererseits natürlich auch mit der Konzeptualisierung dieses Phänomens ringe und daran ehrlich gesagt (noch) scheitere.

Oberflächlich betrachtet, ringen wir erst einmal um das richtige Wort hier: Ist es eine Terrormiliz? Ist es eine Terror-Organisation? Ist es ein Staat? Ein Kalifat? Alle diese Dinge? Keines?

Stop. In diesem Ringen verhandeln wir ideologische, rechtliche und kulturelle Unterschiede, die sich gerade durch und mit dem Islamischen Staat als grundsätzliche oder gar existenzielle Herausforderung darstellen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Drei sind aus meiner Sicht hier vor allem zu bedenken:

  1. (CC0 Public Domain via Pixabay)
    (CC0 Public Domain via Pixabay)

    Das Prinzip der Selbst-Identifikation (von Gruppen) als ein Menschenrecht.

  2. Die Begriffe des Islam, zumindest die Begriffe des Islam, wie sie der Islamische Staat versteht und verwendet, und deren Prägung und Verwendung durch Islamisten; besonders im Verhältnis zu Menschenrechten und Nationalstaaten sowie anderen westlichen Begriffen bzw. dem ihnen zugrunde liegenden (Selbst-)Verständnis
  3. Die Frage nach diesem zugrunde liegenden Verständnis, dass vielleicht als “westliche Kultur” unzulänglich aber verwendbar definiert werden könnte: Was ist diese Kultur und – letzlich: Kann sich der Westen als Wertegemeinschaft von seinem christlichen Hintergrund trennen (wie er es gerade versucht) und als säkulares Phänomen behaupten? (Wie?)

Allein schon aus dem ersten Grund ist die Verwendung von Anführungsstrichen um den “Islamischen Staat” (sic) fragwürdig. Auch wenn der UN-Sicherheitsrat und islamische Gelehrte nicht zustimmen.

Auch aus dem zweiten oben genannten Grund stellt des weiteren die Tatsache, dass dieser “Staat” (sic) sich auf dem Territorium mehrere anderer Nationalstaaten (Libyen, Syrien, Irak, Nigeria, usw. usf.) aufhält, keine automatische Infragestellung oder gar Delegitimation der Begrifflichkeit per se dar. Bedenken wir etwa, dass indigene “Nationen” (sic) etwa westliche Staatsgrenzen auch nicht anerkennen. In islamistischer Sichtweise ist hier eine oberflächliche Parallelität, trotz aller Unterschiede, klar zu sehen. Unter der Oberfläche freilich spielt sich einiges andere ab, was zur Fragestellung im dritten Punkt führt.

Für die westliche Kultur im oben genannten Sinne stellt der (Staats-?)Terror des als Kalifat auftretenden Dschihadismus eine Kampfansage an die Werte und letzten Endes an die Selbst-Identifikation Europas (und evtl. anderer Regionen/Kontinente/Sphären, etwa der anglophonen Welt) auf eine Weise dar, der wir erst einmal begrifflich Herr werden müssen, bevor wir uns fragen können, wie wir damit umgehen. Genauer: Unser Umgang mit der Nomenklatur des Terrors, verstanden vor diesem Hintergrund, bedarf dringend einer rationellen und ehrlichen Auseinandersetzung mit der Frage nach dem eigenen Werte-Kanon und der Selbst-Identifikation, welcher dieser ermöglicht, und aus dem wir heraus überhaupt Terror und terroristisches Handeln definieren und natürlich letzten Endes bekämpfen müssen.

Mit billigem Moralismus oder den Empörungsmechanismen rund um Fragen wie “Homo-Ehe” und Asylpolitik wird es jedenfalls zu keinem sinnvollen (oder friedlichen) Ergebnis kommen. Dazu, scheint es mir, ist die Lage zu ernst, die Frage zu existentiell.

Die Islamisten indessen wissen scheinbar, wo der eigentliche “Kopf” ist, den sie abschlagen wollen: In Rom, beim Papst. Angekündigt haben sie es bereits.

Wir brauchen ein Islamgesetz

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Der Islam in Oberbayern: Die Moschee von Penzberg. Foto: Wimmer

An Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ Kardinal Reinhard Marx mit seiner Aussage zum Umgang mit dem selbst-ernannten “Islamischen Staat” (IS). Der IS muß gestoppt werden, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zum Abschluß der Frühjahrsvollversammlung am Donnerstag. Er sprach damit aus, was nicht nur alle Bischöfe von Bundesregierung und Staatengemeinschaft verlangen, sondern auch die große Mehrheit aller Bürgerinnen und Bürger will, egal ob Christen, Agnostiker – oder Muslime.

Wenn wir den IS und sein mörderisches, abstossendes, gottloses Treiben stoppen wollen, dann schaffen wir das nicht allein durch Waffengewalt; wenn auch leider nicht ohne: Zurecht weist der Münchner Erzbischof darauf hin, dass Verhandeln mit dem IS alleine “offenbar sinnlos” ist. Wir schaffen es auch nicht nur mit Forderungen an unsere Regierung und andere, etwas zu tun. Wir, Christen wie die Zivilgesellschaft allgemein, müssen der friedlichen Mehrheit der Millionen Muslime, die unter uns leben, eine faire Chance geben, mit dem Grundgesetz und unseren Werten harmonierende Formen ihres Glaubens zu entwickeln und zu leben. Etwa als Körperschaften öffentlichen Rechts. Mehr noch, wir müssen dies einfordern. So klar und deutlich wir nur können. Im persönlichen Gespräch genauso wie auf der Ebene unserer Gesetzgebung.

In Österreich wird dies nun mit dem am Mittwoch verabschiedeten Islamgesetz versucht, das Muslime einerseits schützt und mehr Rechte einräumt, andererseits aber Pflichten auferlegt. Vor allem schiebt es einer Praxis einen Riegel vor, welche die Entwicklung eines friedlichen, europäischen Islam nach wie vor erschwert: Dass Prediger aus anderen Ländern importiert und von dort finanziert werden.

Solche Gesetze, in Deutschland oder ganz Europa, würden noch lange nicht das komplexe Phänomen des radikalen Islams stoppen. Aber sie wären ein Schritt in die richtige Richtung. Der IS verbreitet sich nicht nur in Syrien, Irak, Libyen. Er wuchert längst auch unter uns, in unseren Gemeinden und Familien.

(Ursprünglich veröffentlicht als “Standpunkt” auf http://www.katholisch.de)

Das Ende der Apathie im Umgang mit dem Islam

CC-Image by Sander van der Wal via Wikimedia Commons
CC-Image by Sander van der Wal via Wikimedia Commons

Die Terroristen und die Populisten haben eines gemeinsam – Sie wollen einen Keil treiben zwischen Europas Muslime und die Mehrheitsgesellschaften, in denen sie leben. Dagegen müssen wir alle etwas tun, meint unser Kolumnist. Besonders wir Christen.  

Zuerst einmal ein paar Tatsachen: Der Anschlag am Mittwoch dieser Woche auf die Redakteure, Karikaturisten und Autoren bei Charlie Hebdo ist nur der jüngste Gewaltakt einer ganzen Reihe gegen die Meinungsfreiheit – und die Freiheit, religiöse Gefühle zu verletzen. (Auch meine: Charlie Hebdo hat einige “Cartoons” unseres Herrn und Erlösers veröffentlicht, die ich nach wie vor zutiefst verletzend und beleidigend finde.)

Tödliche Anschläge und Gewaltakte von Menschen, die sich auf den Islam berufen (nennen wir sie der Präzision und Einfachheit zuliebe militante Muslime) gegen Künstler, Satiriker, Journalisten sind nichts neues: Wir kennen das seit über 25 Jahren. Von der “Fatwa” gegen Salman Rushdie über die Ermordung des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh bis hin zu den Mohammed-Karikaturen der dänischen Jyllands-Posten: In all diesen Fällen haben militante Muslime die Meinungs- und Pressefreiheit mit mörderischer Aggression ins Visier genommen.

Fakt ist auch: Die Anschläge auf diese Grundfreiheiten sind Teil eines weiteren Kontextes. Es herrscht eine Atmosphäre der eskalierenden Aggression, die jederzeit in Gewalt und Terror-Akte umschlagen kann. Dabei kann es sich um Einzeltaten oder “kleinere” Angriffe handeln, wie etwa der Anschlag mit einem Kleinbus auf Einkäufer in Nantes jetzt an Weihnachten. Dabei kann es aber auch um eine systematisch geplante Kommando-Attacke gehen. Das Blutbad in Paris ist der zweite solche Angriff innerhalb von zwölf Monaten, der einen gezielten militärischen Gewaltakt gegen Zivilisten darstellt: Im Mai eröffnete ein französischer militanter Muslim in einer ähnlichen Aktion das Feuer im Jüdischen Museum in Brüssel. Vier Menschen starben. Im Jahr 2012 ermordete ein anderer Franzose drei Soldaten und vier Schulkinder sowie deren Lehrkraft in Toulouse und Montauban. Auch in Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern wurden Menschen von militanten Muslimen unvermittelt angegriffen, niedergemetzelt, erschossen. Von diversen geplanten – und Gottseidank nur selten erfolgreichen – Bombenanschlägen ganz zu schweigen.

 Wie gesagt, dies sind erst einmal Tatsachen. Wer sie verschweigen, schönreden, verbiegen oder verwässern möchte, selbst wenn es aus gut gemeinter Absicht wäre, der leistet der Demokratie, dem Frieden, der Pressefreiheit und unserer Gesellschaft insgesamt einen Bärendienst. Auch und gerade die Millionen friedlicher Muslime, die unter uns in Deutschland und ganz Europa leben, verdienen und brauchen eine freiheitliche und funktionierende Presse, frei von Selbstzensur, didaktischen Aussparungen und verkrampft gekrümmten Zeigefingern.
Wir, die (christlichen, muslimischen, jüdischen, säkularen) Menschen in den westlichen Gesellschaften (wie übrigens auch viele andere, asiatische und afrikanische etwa!) haben alle ein Problem mit Gewalt und Terror der militanten Muslime. Darüber müssen wir offen reden, um uns zu schützen, stärken und gemeinsam handlungsfähig zu machen. Das bedeutet für uns Christen – und für mich als Chefredakteur einer konfessionellen Zeitung – dass wir auch und gerade auf unsere muslimischen Nachbarn zugehen müssen. Dabei geht es nicht nur darum, sich solidarisch zu zeigen. Es geht auch darum, ein paar ernste Worte zu sprechen über die Unterschiede unter uns und gemeinsam dann zu handeln. Etwa der Frage nachzugehen, warum Salafisten überhaupt für junge Muslime (egal ob Konvertiten oder Türkisch-Deutsche der dritten Generation) attraktiv sind.
Ich habe diese Fragen dem Imam der Penzberger Moschee und Vorsitzenden des Münchner Forums für Islam gestellt und als Interview in der Kirchenzeitung abgedruckt. Bejamin Idriz gibt offen zu, dass die normalen Muslime, auch die Imame, in einer Hinsicht, so wörtlich, “versagt” haben: Es sei ihnen nicht gelungen, die Jugendarbeit zu leisten, die eine Radikalisierung uninteressant, wenn nicht gar unmöglich gemacht hätte. Wohlgemerkt: Der Imam gab mir dieses Interview noch vor den Pariser Morden, zu dem er auch schnell klar stellte, dass Terrorismus die schlimmste Form der Gotteslästerung sei.
Aber so wichtig diese Einsichten sind: Wir haben bisher alle noch nicht genug getan. Damit schließe ich mich persönlich ein. Edmund Burke wird folgender Satz zugeschrieben: Damit das Böse triumphiert genügt es, dass gute Menschen nichts tun. Dass der militante Islam eine Form des Bösen ist, gegen die wir etwas tun müssen, liegt auf der Hand. Positive Anfänge, Ausnahmen und Ansätze gibt es genug, gerade bei uns in Bayern. Da sind die Freunde Abrahams mit ihrem rührigen Vorsitzenden, Stefan Jakob Wimmer. Da ist das Erzbischöfliche Ordinariat in München, wo eine eigene Fachstelle, besetzt durch den hervorragenden Andreas Renz, einzelnen Betroffenen genauso hilft wie sie den interreligiösen Dialog insgesamt vorantreibt, zusammen mit Einrichtungen wie IDIZEM und anderen.
Die Terroristen und die Populisten haben eines gemeinsam: Sie wollen einen Keil treiben zwischen Muslime und die Mehrheitsgesellschaften, in denen sie leben. Die Apathie ist der Handlanger solcher Absichten. Wenn wir nicht einfach betroffen schauen und auf eine weitere Eskalation warten wollen, dann können wir dies nur gemeinsam mit der friedlichen Mehrzahl der Muslime tun, ihren Vertretern, wie auch den anderen, vor allem staatlichen, Institutionen unserer freien und demokratischen Gesellschaft. Wir haben keine andere Wahl. Unsere Apathie im Umgang mit dem Islam muss ein Ende haben. Die darin versteckte, gepflegte Feigheit widert mich an – auch an mir selbst.
Zuerst erschienen am 9. Januar 2015 in der Kolumne “Wimmers Woche” auf den Münchner Kirchennachrichten.

Why I published an interview with a Muslim Imam in a Catholic newspaper in the week of the terror attacks in Paris

Imam Idriz showing me the Penzberg mosque

The timing could not have been worse: that was my first thought, and I am ashamed to admit it, but I caught myself thinking it when I read about the deadly attack on the editorial offices of Charlie Hebdo in Paris today. (Then I briefly prayed for the souls of those killed – and their murderers. God have mercy on them.)

Over the coming days, the readers of the Catholic weekly newspaper of which I am editor-in-chief will read, amongst other things, my interview with a local Muslim Imam, Benjamin Idriz of the Penzberg Mosque and the Munich Forum for Islam. As they will continue to receive news about how (three ?) terrorists, alledgedly shouting “Allah is great!”, killed my colleagues at a French paper in the name of Islam, they will read what I asked the local Imam about Islamophobia, the allure of Salafist/Islamist ideology and other issues – before the latest attack.

Many of my readers will react angrily. Several will no doubt write letters – some to me and the paper, others to the publisher or other important stakeholders. So be it. I had good reasons to interview the Imam; and today’s terrible bloodshed by members of his faith underlines the need to engage with Islam and its leaders.

No, it is not my job to protect Muslims from those members of their faith who threaten both me and them with their murderous ideological interpretation of Islam. Nor is it my job to point out that Islam has (probably inherent) political tendencies which – amongst other reasons – make it immune to effect the Enlightenment has had on Christianity, and prone to violence.

However, it is my job to publically engage and discuss problems, to help Christians not just talk about Muslims, but with them. One step down this road is to ask the questions I asked. Before you can discuss the differences between Christianity and Islam (and they are categorical on several crucial levels), you need to actually meet and establish some common ground on which to build everything else.

That was the reason why I undertook the interview – and that is why I thought that the timing could not have been worse. Those terrorists are trying to destroy everything that engenders dialogue, exchange and robust debate. They are cowards. And, for the record, they are guilty of “the most terrible form of blasphemy” – in the words of the very Imam I interviewed just before the attacks today. He, like many other Muslim leaders, quickly and very clearly condemned the vicious act of barbarity.

Perhaps the timing was not so bad after all. I just hope I can convince others – including many of my readers – to agree and also engage in this debate we so urgently need.

Unbequeme Fragen

Die Flüchtlinge von Krieg und Terror sind längst sichtbarer Teil unserer Gesellschaft – und es werden täglich mehr. Einrichtungen wie die Caritas und engagierte Laien vor Ort kümmern sich beispielhaft um sie. Nur: Welche Antwort haben wir parat, wenn der Krieg und Terror zu uns kommen, vor dem diese Menschen flüchten?

“Isis bildet Kämpfer für Anschläge in Europa aus” – so die Schlagzeile auf der Titelseite der FAZ vom Montag. Im Interview spricht Gilles de Kerchove, EU-Koordinator für Terrorismusbekämpfung, nicht nur von entsprechenden Hinweisen. Er verweist auch nüchtern darauf, dass aus Europa in den Krieg gezogene Islamisten längst wieder zurückgekehrt sind. Das zeige wohl auch der Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel, und vereitelte Attacken in Frankreich und Großbritannien. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis Islamisten auch in Deutschland zuschlagen?

Bekanntlich arbeiten die Innenminister der EU wie auch von Bund und Ländern daran, dies zu verhindern. Islamisten sollen an der Ausreise gehindert werden, ebenso wie an der Rückreise aus Kriegsgebieten. In deutschen Hochburgen der Salafisten sollen neue Aussteigerprogramme denen helfen, die sich von der aggressiven Missionierung in den Sozialen Medien, an Schulen und Jugendzentren angesprochen fühlen. Helfen sollen auch Netzwerke aus Moscheenvereinen, kommunalen Ämtern, Sozialverbänden und Polizei.

…und was ist mit uns? Was tun wir, was tun die Kirchen? Ist dieser Rand der Gesellschaft nicht besonders der Evangelisierung bedürftig? Ist das Angebot der Islamisten attraktiver oder gar überzeugender als die Schönheit und Wahrheit der Frohen Botschaft? Oder zumindest als die Art und Weise, wie wir diese vorleben und verkünden? Unbequeme Fragen, gewiss. Wir sollten uns diesen stellen, bevor wir ganz anderen Antworten gegenüber stehen.

Publiziert in der Kolumne “Standpunkt” auf http://www.katholisch.de20140623-084450 pm-74690718.jpg