Funeral of Georg Ratzinger – Interview with EWTN NEWS Nightly

Funeral services were held Wednesday in Germany for Msgr. Georg Ratzinger, the older brother of Pope Emeritus Benedict XVI, who died on July 1 at the age of 96. Pope Benedict visited his brother in Germany last month. He followed the Mass via the internet. Anian Christoph Wimmer, editor-in-chief of Catholic News Agency Deutsch, tells us about the memorial and the legacy of Msgr. Ratzinger.

Video: Interview with EWTN News Nightly on why record numbers are leaving the Catholic Church in Munich

A record number of people left the Church in the German Archdiocese of Munich and Freising last year, a local statistical office said Tuesday (May 25, 2020).

The Munich statistical office told CNA Deutsch, CNA’s German-language news partner, May 26 that 10,744 Catholics formally withdrew from the Church in 2019. It noted that this was a fifth higher than in 2018, when 8,995 people left. 

Was hat der Fall Pell mit der italinischen Mafia zu tun?

Was hat der Fall Pell mit der italienischen Mafia zu tun?

von Anian C Wimmer

Simon Overland ist für seine robust-australische Ausdrucksweise bekannt. Als der ehemalige “Top Cop” im Kampf der Polizei gegen einen blutigen Bandenkrieg vor wenigen Tagen jedoch zugab, dass seine Beamten “wahrscheinlich” Rechtsbeugung begangen und auf jeden Fall “fucking unethical” gehandelt haben, um eine als Polizeispitzel agierende Mafia-Anwältin zu schützen, platzte eine Bombe, die auch die dicken Gefängnismauern erschüttern könnte, hinter denen Kardinal George Pell weiter in Einzelhaft sitzt.

Overlands Kraftausdruck war begleitet von der Enthüllung, dass sich führende Beamte der Polizei von Victoria darüber ausgetauscht haben, wie Ermittlungen gegen Kardinal George Pell von einem eigenen Skandal historischen Ausmaßes ablenken konnten, der nun an als “Lawyer X”-Affäre die Öffentlichkeit und Justiz erschüttert.

Emails aus dem Jahr 2014 belegen, dass sich Victorias damaliger stellvertretender Polizeichef Graham Ashton und sein Pressesprecher Charlie Morton darüber austauschten, wie die Presse sich auf den Kardinal stürzen würde – statt auf einen Skandal aus den eigenen Reihen der Polizei. In einer auf den 1. April 2014 datierten Email empfiehlt Morton dem damaligen Deputy CommissionerAshton ausdrücklich, zum Fall “Lawyer X” nicht vor die Presse zu treten, da bevorstehende Ankündigungen über Kardinal Pell die Aufmerksamkeit der Medien und Öffentlichkeit auf sich ziehen werden.

“Morgen kommt das Pell-Zeugs. Das fegt (das Thema “Lawyer X”) von allen Titelseiten”, schreibt Morton im gleichen Zeitraum an Ashton: Wenn die Medien erst einmal mit dem katholischen Kirchenmann beschäftigt sind, so der Pressesprecher dem stellvertretenden Polizeichef, muss schon ein prominenter, verurteilter Verbrecher eine Aussage machen, um überhaupt noch Aufmerksamkeit zu erregen.

An die Öffentlichkeit gelangt ist diese Email jetzt dank Aussagen der Verantwortlichen vor einer Royal Commission, einer eigens eingesetzten Untersuchungskommission mit richterlichen Befugnissen zum Fall “Lawyer X”. Als “Kommission Ihrer Majestät” genießt diese Royal Commission weitreichende juristische Vollmachten – auch der Oberste Polizeichef eines Bundesstaates, zu dem mittlerweile Gavin Ashton befördert worden ist, muss sich deren Fragen stellen.

Die Einzelheiten werden erst nach und nach bekannt, doch der “Lawyer X” liest sich jetzt schon wie ein schier unglaublicher Krimi, der vor der blutigen Kulisse der “Melbourne Ganglands Killings” spielt, die selbst bereits verfilmt worden sind.

Im Kern geht es dabei um die Juristin Nicola Gobbo, die als Rechtsanwältin führende Mafia-Bosse vor Gericht vertrat – und gleichzeitig jahrelang offenbar gegen Millionen Dollar der Polizei Victorias als Informantin und “Top-Spitzel” diente, im Kampf gegen zwei Gruppen der ‘Ndrangheta und andere Banden organisierter Kriminalität.

Nach eigenen Angaben hat Nicola Gobbo von 1995 bis 2009 als Spitzel der Polizei geholfen, in 386 Strafverfahren Verurteilungen vor Gericht zu erzielen –Urteile, von denen nun einige erneut vor Gericht kommen könnten, denn Gobbo brach offenbar wiederholt das Anwaltsgeheimnis und weitere Pflichten und Vorschriften.

Gleichzeitig war Gobbo vor allem Anwältin von Mitgliedern der einflußreichen ‘Ndrangheta: Die kalabrische Mafia ist seit über 100 Jahren in Australien aktiv, nach wie vor in enger Verbindung zum “Mutterland”, und Berichten zufolge in Drogenkriminalität, Geldwäsche, Erpressung sowie Bestechungsfälle verwickelt.

Die Emailkorrespondenz über “Lawyer X” und Kardinal Pell zwischen den Polizeibeamten Morton und Ashton im Jahr 2014 hatten einen konkreten Anlass: Ein Radio-Sender in Melbourne war kurz davor, Nicola Gobbo öffentlich und namentlich zu identifizieren. Angekündigt war die Enthüllung eines der “größten Skandale überhaupt in der Geschichte Victorias”, der dazu führen könnte, “dass Killer wieder auf freien Fuß kommen”. Die Identifizierung wurde in letzter Minute verhindert. Eine Verfügung des Obersten Gerichtshofes verbot die Veröffentlichung: Auftakt jahrelanger juristischer Anstrengungen der Polizei, den Fall nicht öffentlich werden zu lassen. Insgesamt soll die Polizei rund 4,5 Millionen australische Dollar an Kosten dafür aufgebracht haben – das sind rund 3 Millionen Euro.

Was genau die “Ankündigungen” über Pell sein sollten, ist aus den Emails der beiden ranghohen Polizisten nicht klar ersichtlich. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pell lediglich als Zeuge vor der damaligen Royal Commission über Missbrauch ausgesagt. Fest steht auch, dass Pell im April 2014 erst seit einigen Wochen im Vatikan als Präfekt des Wirtschaftssekretariats diente. In diese Rolle hatte ihn Papst Franziskus berufen, um im Vatikan finanzielle Korruption und Misswirtschaft zu bekämpfen sowie Transparenz und Rechenschaft einzuführen.

Fest steht inzwischen auch, dass im Jahr 2013 die Polizei von Victoria die “Operation Tethering” startete: Beamte begannen, offenbar ohne konkreten Tatverdacht, gegen Kardinal Pell zu ermitteln – zumindest war weder Anzeige gegen Pell erstattet worden, noch gab es etwa Vorwürfe mutmaßlicher Opfer. Mehr noch: Nachdem die Ermittlungen zwei Jahre lang nichts ergaben, wurde “Operation Tethering” im Jahr 2015 nach Recherchen der “Catholic News Agency” (CNA) formal bestätigt und ausgeweitet. Weitere zwei Jahre später dann wurde gegen Pell Anklage erhoben wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs zweier Minderjähriger. Im Jahr 2018 wurde der Kardinal verurteilt – auf Grundlage der Aussage eines einzelnen Zeugen, ohne weitere Indizien und trotz gegenteiliger Aussagen mehrerer Augenzeugen. Das andere mutmaßliche Opfer, inzwischen verstorben, hat den Tatvorwurf vor seinem Tod ebenfalls mehrfach deutlich bestritten.

Für die meisten Medien ist George Pell der “ranghöchste katholische Geistliche, der bisher wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde”. Kritische Beobachter – etwa George Weigel – ziehen einen Vergleich mit der Dreyfus-Affäre: Der berühmte Justizirrtum um den jüdischen Artillerie-Offizier erregte auch weltweit Aufsehen und verhandelte brennende gesellschaftliche Themen.

Wie es nun in der Affäre für die eigentliche Person Pell weitergeht, ist unklar: Nachdem das Berufungsgericht in Melbourne mit einer Zweidrittelmehrheit den Schuldspruch bestätigt hat, soll das Verfahren nun im Jahr 2020 mit Blick auf ein Berufungsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof in Canberra gehört werden. Bis dahin sitzt der 78-jährige weiterhin hinter Gittern – Berichten zufolge in Einzelhaft. Die Behörden erlauben ihm auch nicht, die heilige Messe zu feiern.

An Heiligabend sang eine Gruppe australischer Katholiken vor dem Gefängnis Weihnachtslieder für den ehemaligen Erzbischof von Melbourne und Sydney. “Wir wollen dem Kardinal so mitteilen, dass er geliebt und an Weihnachten nicht vergessen wird”, so einer der Sänger gegenüber CNA am 24. Dezember 2019. Das “Konzert” sei spontan zustande gekommen, nachdem eine Person mit dem Pseudonym “Albert Dreyfus” dies in den sozialen Netzwerken vorgeschlagen hatte.

Kommentar: Die Affäre Pell und die Kirchenkrise

Es wäre eine gewaltige Untertreibung zu behaupten, die Entscheidung des Berufungsgerichtshofes von Victoria, Kardinal George Pells Verurteilung eines Geschworenengerichts wegen sexuellen Missbrauchs aufrecht zu erhalten, hätte “unterschiedliche” Kommentare und Reaktionen ausgelöst.

Von Jubelrufen, dass der Kardinal hinter Gittern bleiben wird, über vernichtende Kritik am Zustand der Polizei in Victoria sowie der gesamten australischen Justiz geht die Bandbreite – bis hin zu einem Vergleich mit der “Affäre Dreyfus” durch den bekannten Intellektuellen George Weigel: Jenem notorischen Skandal also, der den französischen Staat in eine schwere Krise stürzte und weltweite Wellen schlug.

Anders ausgedrückt: Nicht alle Reaktionen waren so vorsichtig formuliert wie etwa die von Pells Nachfolger als Erzbischof von Sydney, Erzbischof Anthony Fisher. Er verwies darauf, dass die Richter nicht einer Meinung waren, sondern eine Mehrheitsentscheidung fällten – man könne also auch als vernünftiger Mensch durchaus geteilter Meinung sein, angesichts der vorliegenden Beweise. Im übrigen betonte Fisher, wie etwa auch die australische Bischofskonferenz in ihrer Stellungnahme: Man nahm das Urteil zur Kenntnis und erinnere daran, dass der juristische Verfahrensweg nicht ausgeschöpft sei.

Pells Nachfolger als Erzbischof von Melbourne, Peter Comensoli, bot dem einzigen Zeugen und mutmaßlichen Opfer sowohl spirituelle als auch pastorale Hilfe zu. Dabei vermied er jedoch Begriffe wie “Opfer” in der Beschreibung der Person.

Wie geht es nun weiter? Tatsächlich können Pells Anwälte noch am High Court einen Antrag auf Berufung stellen – dem Obersten Gerichtshof Australiens.

Selbst weltliche Medien wie die Melbourner Zeitung “The Age” – der niemand vorwerfen wird, kirchenfreundlich zu sein – berichteten, dass 200 Seiten des 375 Seiten langen Urteils vom Richter stammen, der Pell freisprechen wollte: Mark Weinberg, der in Juristenkreisen für strafrechtliche Verfahren dieser Art einen hervorragenden Ruf genießt.

Tatsächlich wird man sehen müssen, ob und wie die Anwälte Pells agieren. In einer ersten Stellungnahme teilten sie nur mit, dass der Kardinal das Urteil, das zwei von drei Richtern fällten, zur Kenntnis nehme. Er danke seinen vielen Unterstützern und beteuere weiter seine Unschuld.

Wie auch immer Pell und seine Anwälte entscheiden: Über die Affäre Pell ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. In mehr als einer Hinsicht ist sie ein Schlüssel der aktuellen Kirchenkrise.

AC Wimmer ist Chefredakteur von CNA Deutsch. Der australische Staatsbürger lebte ein gutes Jahrzehnt im Erzbistum Sydney, während Kardinal Pell dort als Erzbischof diente.

Zuerst veröffentlicht als Leitartikel bei www.CNAdeutsch.de

The Lion of Münster: Check out this CNA Newsroom podcast about Cardinal von Galen

Another great podcast this week, and I am not just saying that because I got to be involved (*). This story is a very timely reminder of what courageous bishops and Catholics in general can achieve in times of totalitarian ideology and its merciless logic of inhumane terror.

https://www.catholicnewsagency.com/column/ep-37-true-facts-about-the-lion-of-mnster-4053

(*) If you like this kind of narration, get in touch.

It’s the Sacraments, Stupid: Seven Reflections on the Crisis of the Church

It would be eye-opening to write about the crisis of the Catholic Church by way of the Sacraments. In 2019, the seven Sacraments are seven symptoms of the crisis of Catholicism. Any serious diagnosis, let alone treatment, of the morbus Catholicus needs to account for these.

So I have decided to do so. I will cover each of the seven Sacraments in the coming weeks in seven individual chapters. They will be also be published on CNA Deutsch in German as short essays, and I hope to publish them as a book eventually.

I know how hard it can be to live with the Sacraments as a convert and practicing Catholic, and I cover the state of the Sacraments professionally every day as a journalist. And to the philosopher, the topic is of incredible fascination.

That said, on this topic I will necessarily write with no claim to expertise other than my own love for the Truth and grateful experience of how important the Sacraments are to me and the loved ones in my life.

Stay tuned – I will publish some preliminary thoughts, bits and pieces on the blog as part of the writing process.

Chesterton’s Cause for Canonization

Dale Ahlquist, President, Society of Gilbert Keith Chesterton, reponds to the bishop of Northampton’s objections to the cause for canonization of GK Chesterton

Although it is clear Bishop Doyle will not be opening the Cause of Canonization for G.K. Chesterton, this does not mean the cause is dead. We are confident that, in time, it will open, under a different ordinary and perhaps in a different diocese, which is a possibility under canon law.

Ahlquist responds to the objections, saying

  1. there is a local cult – also a universal cult;
  2. his spirituality is expressed in his writing and life and he remains a mode; of lay spirituality;
  3. and no, he was not anti-Semitic.

It is fitting that Chesterton, who made a living as a controversialist, should continue to find himself controversial. But if anything, that is proof of his abiding presence. It is also evidence that he belongs in that controversial group, the Communion of the Saints.

While I disagree with that take, I do think the Church urgently needs a patron saint of the paradoxical.

Welcome to the rebooted Wimmerblog

Rebooting this blog today. Must be my fourth blog. The others, not all written in my name, are history.

The blog is updated every day or so. In my other roles, I cover a lot of news and current affairs – and then I do other forms writing. This is one more, mainly for observations and opinions, snippets, marginalia and other things that have nowhere else to go.

There is also a hygienic aspect.

Like many (or maybe only few) journalists, I struggle with a déformation professionelle that stops me from writing down the most interesting things. It is a perplexity which comes from there being too many interesting things to write about, to paraphrase a passage from “Tremendous Trifles”. Journalism necessarily pretends that “ordinary and unmeaning existence” is irrelevant, when Chesterton rightly asserts it is “like ten thousand thrilling detective stories mixed up with a spoon”.