Echte Helden

Einen eloquenten Angriff reitet Thea Dorn gegen die Feigheit in unserem Land in der aktuellen Ausgabe der “ZEIT”. So plakativ ihr Argument auch ist, wenn sie den Kontrast zwischen „blutberauschten Gotteskriegern“ auf der einen und die mit einer„Attraktivitätsoffensive“ werbende Bundeswehr auf der anderen beschreibt: Zurecht beklagt sie doch „die Hilflosigkeit unserer anämisch gewordenen Spätmoderne“. Zurecht warnt sie davor, dass das Ritterliche im Begriff ist, zu verschwinden.
Eine gute Lösung hat sie nicht parat; wohl aber einen Appell an “Zivilität“. Für Autorin Dorn, die sich selbst als „Durchsäkularisierte” bezeichnet, mag mehr nicht drin sein. Aber:  Für uns Katholikinnen und Katholiken gibt es eine bessere Alternative. Statt wählen zu müssen zwischen altem Heldengetue und neuem “Postheroismus” haben wir den geistlichen Kampf, wie Laurentius Scupoli in seinem gleichnamigen Klassiker schreibt.
Unser Kampf ist ein rein spiritueller, und unser Ziel ist die Liebe. Das ist der neue Heroismus, den Jesus uns lehrt, das ist das “Schwert” (Matth., 10:43) das er uns gebracht hat. Das ist der neue Bund mit Gott. Wer sich dessen schämt; wer wegschaut und sich duckt; der wird lauwarm, selbstgerecht und bequem. Wir aber brauchen Helden, die heilig sind. Und bei uns selber fängt dieser Kampf um Liebe und Frieden an. Nirgendwo anders.
(Zuerst veröffentlicht als “Standpunkt” auf http://www.katholisch.de und in einer leicht veränderten Fassung in meiner Wochenkolumne auf http://www.muenchner-kirchennachrichten.de)

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